BjN-Naturisten-Blog 2023 - 1. Halbjahr



Erkundung der Wald-Ausstellung "Wald.Berlin.Klima." & Jugendwanderung im Berliner Grunewald am 29.01.2023

Am Sonntag den 29. Januar 2023 haben wir uns auf den Weg in den Berliner Grunewald gemacht, um uns dort mit der Wald-Ausstellung „Wald.Berlin.Klima.“ zu beschäftigen und anschließend auf dem Havelhöhenweg zu wandern. Auf dem Parkplatz am Grunewaldturm starteten wir unsere Jugendwanderung, denn unweit davon befindet sich der Eingang zur Wald-Ausstellung.

"Am 13. April 2017 wurde im Berliner Grunewald die Ausstellung „Wald. Berlin. Klima.“ eröffnet. Entlang eines ca. 4 km langen Rundweges werden an 11 Informationsinseln, den sogenannten “Waldwohnzimmern” zahlreiche Themen zur Anpassung der Berliner Wälder an den Klimawandel inszeniert. Der große Haupteingangsbereich gegenüber dem Grunewaldturm dient als Veranstaltungsort und Treffpunkt. Hier werden die Gäste empfangen. Durch zahlreiche Sonderinstallationen, Holzstege und Aussichtsplattformen entsteht eine moderne, nachhaltige und lebendige Ausstellung. Sie bietet durch die vielfältigen Wald- und Landschaftsbilder, Wasserflächen und Moore, die entlang des Weges zu entdecken sind, auch wunderschöne Naturerlebnisse und Erholung."

 

Quelle: https://www.berlin.de/forsten/walderlebnis/wald-berlin-klima/

Wir liefen alle Stationen der Ausstellung ab und informierten uns an den bereitgestellten Hinweistafeln. Etwas unheimlich waren uns die Holz-Wanderhütten mit Solarzellen auf dem Dach, damit die Wanderer ihre Smartphones per USB-Port aufladen können. Wir passierten zwischendurch den Pechsee, welcher aktuell nur noch ein Moor ist und früher ein beliebter Badesee war, sowie den eingezäunten Barssee. Die Wald-Ausstellung war äußerst lehrreich und informativ, aber hatte wenig mit einer typischen Waldwanderung zu tun.

Zurück am Grunewaldturm machten wir eine kleine Wanderrast und folgten anschließend der Beschilderung abwärts in Richtung Havelhöhenweg. Hier fühlten wir uns gleich viel wohler, denn mit einer schönen Aussicht auf die Havel und naturbelassenen Wanderwegen konnten wir viel mehr anfangen.  

Abwechslungsreich ging es weiter in Richtung Lieper Bucht mit Blick auf die Insel Lindwerder. Danach wanderten wir den Havelhöhenweg nördlich entlang zum Grunewaldturm zurück. Hierher werden wir sicher noch einmal kommen, um uns mehr Zeit für den Havelhöhenweg zu nehmen. Aber für diesen Sonntag hatten wir genug Kilometer erwandert mit einer Menge Abwechslung und vor allem viel Spaß dabei.


ENY-Youth-Spring-Rally (Nizza) & Sommertreffen (Hard)

Folgende Informationen vom "European Naturist Youth Committee" der INF-FNI sind bei uns eingegangen und diese Infos möchten wir Euch nicht vorenthalten. Im Jahr 2023 wird es wieder zwei Veranstaltungen für junge Erwachsene ab 18 Jahren geben. Zur Anmeldung oder für weitere Fragen richtet ihr Euch bitte direkt an die angegebenen Kontaktpersonen.

 

Hinweis:

Der BjN ist weder Veranstalter noch Förderer dieser Veranstaltungen. Mit der Bekanntmachung unterstützt der BjN lediglich die ehrenamtliche Arbeit des Veranstalters bzw. der Initiatoren.

weitere Informationen:

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2023-06-16_SYN-Info DE.pdf
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Erkundung der Altstadt von Storkow(Mark) am 21.01.2023

Für Samstag den 21. Januar 2023 war die Wettervorhersage nicht so toll, denn es sollte kalt und ab dem Nachmittag sehr windig werden. Außerdem sollte man noch regional mit Schnee rechnen. Also nicht unbedingt die besten Bedingungen für eine ausgedehnte Jugendwanderung oder weiter entfernte Anfahrten mit dem BjN-Mobil. Wir haben uns also auf ein nahes Ziel mit einer verkürzten Wanderung geeinigt. Die Wahl fiel auf eine Altstadt-Erkundung von Storkow(Mark), wo wir bereits im Dezember 2022 die Burg besichtigten.

Gegen Mittag trafen wir auf dem Parkplatz der Burg Storkow ein und machten uns direkt auf den Weg zum Großen Storkower See, den wir ursprünglich umwandern wollten. Hier hielten wir uns ein wenig auf und wanderten erst zurück und dann in Richtung der hölzernen Klappbrücke. Leider war diese Brücke gesperrt, sodass man sie nur im hinuntergelassenen Zustand bewundern konnte.

Klappbrücke über den Storkowkanal
Klappbrücke über den Storkowkanal
Alte Storkower Wassermühle
Alte Storkower Wassermühle

Wir sind dann weiter am Storkower Kanal entlang gewandert und trafen nicht unweit entfernt auf die Storkower Schleuse. Auch diese war für die Schifffahrt gesperrt. Daher machten wir uns erneut auf den Rückweg, um noch die Altstadt zu erkunden. Neben der riesigen evangelischen Kirche trafen wir auf die „Alte Storkower Wassermühle“ und später auf den riesigen zentralen Platz der Altstadt Storkow(Mark).

In der Mitte des Platzes steht eine eindrucksvolle am 27.12.1814 von den Storkower Bürgern gepflanzte Friedenseiche zur Erinnerung an das Ende der Napoleonischen Kriege. Trotzdem es uns allen ziemlich kalt wurde, sind wir noch zum Abschluss zur Burg Storkow gegangen und haben sie einmal umrundet, um die tatsächliche Größe der Burganlage besser einschätzen zu können. Danach stand nur noch die Rückfahrt auf dem Plan, bei der wir dann alle wieder auftauen konnten.


Lost-Place-Wanderung in Fürstenberg/Havel am 14.01.2023

Am Samstag den 14. Januar 2023 fand wieder ein ganz besonderer Wandertag statt. Denn in Fürstenberg/Havel im Neustrelitzer Kleinseenland, also im Norden Brandenburgs führten wir eine Lost-Place-Wanderung durch. Diese Lost-Place-Wanderung war sehr lehrreich, denn wir beschäftigten uns mit der Vergangenheit Deutschlands während der sowjetischen Besatzung.

Südlich vom Röblinsee fanden wir einen zentral gelegenen Parkplatz, welcher uns als Startpunkt dienen sollte. In unmittelbarer Nähe des Parkplatzes schimmerte auf einem Berg ein roter Turm durch die kahlen Bäume hindurch, der „Alte Wasserturm“. Wir erkundeten den Wasserturm und entdeckten weitere verlassene Gebäude, die allerdings von Zäunen umzingelt waren. Beim Wasserturm stand die Tür offen, sodass man einen kurzen Blick ins Innere riskieren konnte.

Anschließend folgten wir der Hauptstraße zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem Lenin-Denkmal. Lenin war einst der Regierungschef der Sowjetrepublik und Gründer der Sowjetunion. Somit wurde er von den in Fürstenberg/Havel stationierten sowjetischen Soldaten verehrt und als Denkmal vor einem prachtvollen, aber heute stark sanierungsbedürftigen Gebäude platziert. Etwas weiter an der Hauptstraße bogen wir nach links in den Wald ab und durchkämmten eine ehemalige Freifläche, die früher wohl ein Fußballstadion war. Einige Lichtanlagen und Überreste von Tribünenplätzen ließen uns das jedenfalls glauben.

Am Wegesrand konnte man immer mal wieder ehemalige Stellungsgräben erahnen, von denen aus die Wachsoldaten das Gelände absicherten. Wir trafen auf immer mehr verfallenen Gebäude, welche natürlich spannend und abenteuerlich wirken, aber natürlich auch gefährlich sein können, wenn sie denn einstürzen. Darum hatten wir zwar viel drumherum zu erkunden, aber in die Gebäude wollten wir lieber nicht hinein. Nach und nach wurde uns immer mehr bewusst, dass wir uns auf einem ehemaligen verlassenen Kasernengelände befanden.

Sehr selten kamen uns andere Wanderer entgegen, somit hatten wir das ganze Kasernengelände für uns und konnten an allen Gebäuden und den Wegen erkennen, wie sich die Natur die betonierten Flächen zurückholt. Die Dächer der Gebäude fehlten teils, oder waren teilweise eingestürzt. Das Betreten der Gebäude wäre lebensgefährlich. Mitten im Kasernengelände entdeckten wir eine kleine märchenhafte Villa, die "Burg Tiburtius". Dieses Gebäude wurde 1927 vom Bildhauer August Tiburtius gebaut und wurde von den sowjetischen Besatzern als Wellness-Tempel genutzt.

Hinter den Panzerhallen trafen wir auf einen direkt angrenzenden kleinen See mit Badestelle, welcher sicherlich früher von den Soldaten als Badesee genutzt wurde. Den „Schumachersee“ haben wir umrundet und trafen wieder auf die Hauptstraße. Auf der anderen Seite der Straße konnten wir den Röblinsee mit dem „Hintersten Lycher“ entdecken. Wir kamen uns ein wenig wie in einem Moorgebiet vor, aber niemand blieb stecken. Am Röblinsee folgten wir dem ausgeschilderten Wanderweg und informierten uns an einer Hinweistafel.

Dabei sagten uns die Informationen und die Sehenswürdigkeiten entlang des Rundwanderweges um den Röblinsee sehr zu. Den Wanderweg werden wir uns vormerken und wohl ein anderes Mal umrunden. Aber erst einmal wanderten wir entlang der Hauptstraße zurück zum Startpunkt der heutigen Lost-Place-Jugendwanderung. Auf der Rückfahrt hielten wir dann noch am Discounter im Löwenberger Land an, um unsere Essensvorräte aufzufüllen. Nachdem dann alle gestärkt waren, setzten wir die Rückfahrt fort und beendeten am späten Samstag Nachmittag diesen außergewöhnlichen Wandertag.


Neujahrswanderung in den Glindower Alpen am 07.01.2023

Unsere Neujahrswanderung fand in diesem Jahr am Samstag, den 7. Januar 2023 westlich von Berlin im brandenburgischen Naturschutzgebiet Glindower Alpen statt. Glindow ist seit 2001 ein Ortsteil von Werder (Havel) und die Glindower Berge eine Abraumhalde zur Tongewinnung, wodurch der Ort seit vielen Jahrhunderten durch seine Ziegelproduktion bekannt ist. Heute ist die im Landkreis Potsdam-Mittelmark gelegene Stadt Werder (Havel) wohl eher für sein Baumblütenfest, sowie für Obst und Ketchup bekannt.

Gegen Mittag erreichten wir den Parkplatz des Ziegelei-Museums, wo auch der Startpunkt unserer Jugendwanderung im Naturschutzgebiet Glindower Alpen lag. Durch die aufgestellten Hinweistafeln fanden wir schnell die ausgeschilderten Wanderwege. Wir folgten dem Wanderweg, welcher an allen Sehenswürdigkeiten der Glindower Alpen entlang führt. Das ein oder andere Mal fühlten wir uns leicht verlaufen, fanden aber schnell wieder zum Pfad zurück.

Die für die Region eher untypischen Berglandschaften erklärten uns schnell den Namen „Alpen“ und machten unsere Jugendwanderung wenig langweilig und etwas anspruchsvoller als erwartet. Relativ zügig erreichten wir den Gipfel mit seinem Trockenrasen und der Wanderhütte „Belvedere“, von der aus man gut den Ort Glindow überblicken konnte. Hier legten wir eine erste Wanderrast ein. Anschließend folgten wir weiter dem Wanderweg zur nördlichen Rückseite der Berge und erreichten den "Grubenteich", welcher aus einer ehemaligen Tongrube entstanden zu sein scheint.

Einige Wanderminuten im "Lorengrund" später, trafen wir auf die ausgeschilderte Kaiserlinde, die ihrem Namen wirklich gerecht wurde. Hier gab es einiges zu klettern und im Umkreis zu erkunden. Später erreichten wir weitere kleinere Gewässer, die auf der Hinweistafel als "Hexenpfuhl" benannt werden. Der Bewuchs entlang des Wanderpfades wurde dichter, kleine Holzstufentreppen erleichterten uns den Aufstieg auf die nächste Erhöhung.

Schon ganz aufgeregt was uns bei der nächsten Sehenswürdigkeit erwartet, entdeckten wir die ersten von der Natur zurückeroberten Bahngleise, der bis zum Jahr 1978 eingesetzten Lorenbahn. Immer mehr Bahnschwellen und Gleise kamen am Rande des schmalen Pfades zum Vorschein. Wir folgten der ehemaligen Bahnstrecke in Richtung Norden.

Mit Sicht auf das Ziegelei-Museum bestiegen wir noch den mit 61,8 Meter ausgewiesenen Augustberg, machten eine weitere kleine Wanderrast und folgten nach ein paar lustigen rutschigen Abstiegsübungen den Augustberg hinab, der Alpenstraße zum Startpunkt der heutigen Jugendwanderung. Da der Glindower See in unmittelbarer Sichtweite war, wollten wir ihn noch einen kleinen Besuch abstatten und so gleichzeitig die Rückseite der Alte Ziegelei von der Nähe betrachten.

Nach einigen hundert Metern wurde es uns in Richtung Osten zu langweilig. Wir kehrten um, folgten in westlicher Richtung dem Jahnufer und kehrten abschließend über den alten Ortskern zurück zum Parkplatz des Glindower Ziegelei-Museums. Am späten Nachmittag endete unsere abwechslungsreiche Neujahrswanderung und wir fuhren zurück nach Berlin.


Jahreskalender 2023, erschienen am 06.01.2023

Wie in den vergangenen Jahren haben wir einen Jahreskalender angefertigt. Der Kalender spiegelt die unvergessenen Momente der Fahrten und Lager des Vorjahres wieder. Auf jedem Monatsblatt wird ein ca. 1 Jahr altes Foto als Erinnerung an vergangene Fahrten abgebildet.

 

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Wir haben eine neue Unterseite zu interessanten und lesenswerten Büchern angelegt.

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